Mein Wahlkreis

Seit Juli 2010 betreue ich für die SPD das Stadionviertel. Zunächst als Wahlkreisbetreuer. Bei der Kommunalwahl 2014 konnte die SPD um 9 % zulegen – das gelang in keinem anderen Wahlkreis.

Ergebnis Kommunalwahl 2014

Das Stadionviertel ist einer der größten und beliebtesten Stadtteile in Neuss. Hier leben fast 10.000 Menschen, die eine Hälfte wohnt dabei nördlich des Jahnstadions, die andere im Süden. Diese Zweiteilung des Stadtteils ist durch den Namensgeber, das Jahnstadion, begründet. Es wurde 1924 gebaut und teilt das Viertel durch seine weitläufigen Spielfelder und Anlagen in einen nördlichen und einen südlichen Bereich. Zentrum des nördlichen Stadionviertels ist der Bereich rund um die Rheydter Straße. Der südliche Teil wird auch Krankenhaus- oder Lukasviertel genannt.

Das Stadionviertel ist ein beliebtes Wohngebiet mit überwiegend in viel öffentliches Grün eingebetteten Wohnanlagen. Die Kombination aus schönen alten Häusern und attraktiven Neubaugebieten macht den Stadtteil zur begehrten Wohngegend. Mit Jahnstadion, Stadtwald und Westfeld zeichnet sich die hohe Lebensqualität im Stadionviertel auch durch weitläufige Grünflächen aus, die unbedingt erhalten werden müssen.

Ich finde es wichtig, Sie als AnwohnerInnen über die politischen Entwicklungen und meine Aktivitäten zu informieren. Mehrmals im Jahr verteile ich aus diesem Grund an alle Haushalte im Stadionviertel meine Wahlkreiszeitung „Rund ums Viertel“. Ihre zahlreichen Rückmeldungen zeigen mir regelmäßig: Der Aufwand lohnt sich. Bei vielen kleineren Problemen konnte ich Ihnen konkret helfen. Bei größeren Anliegen (wie bspw. den verkehrlichen Problemen) konnte ich angesichts der aktuellen Mehrheitsverhältnisse im Stadtrat zumindest erste Teilmaßnahmen auf den Weg bringen. Diese angefangenen Projekte möchte ich auch zukünftig im Dialog mit Ihnen fortführen.

Im weiteren Verlauf möchte ich Sie über die Themen informieren, für die ich mich in der kommenden Legislaturperiode bis 2020 als Mitglied des Rates der Stadt Neuss einsetzen möchte:

Verkehrs- und Parkkonzept:
Das Stadionviertel ist ein attraktives und begehrtes Wohngebiet. Auch aus diesem Grund sind in den vergangenen Jahren mehrere Neubaugebiete realisiert worden. Weitere größere Bauvorhaben werden aktuell auf dem ehemaligen Musikschulgelände und auf dem Glehner Weg entwickelt. Ohne zukunftsträchtiges Verkehrs- und Parkkonzept werden sich die bereits bestehenden verkehrlichen Probleme weiter verschärfen. Die Stadtverwaltung hat es leider versäumt hier zukunftsträchtige Maßnahmen umzusetzen. Ich möchte mich hier auch zukünftig für ein überarbeitetes Verkehrs- und Parkkonzept einsetzen.

Stau auf der Preußenstraße

Radwegenetz und öffentliche Verkehrsmittel:
Der Ausbau des Radwegenetzes und der öffentlichen Verkehrsmittel (ÖPNV) kann dazu beitragen, den PKW-Anteil zu reduzieren sowie Treibhausgas- und Schadstoffemissionen zu senken. Das Radwegenetz im Stadionviertel muss aus diesem Grund weiter ausgebaut und besser miteinander verknüpft werden. Auf meine Initiative hin wird 2014 bspw. der Großteil der Preußenstraße mit Schutzstreifen versehen – und die Verkehrssicherheit für Radfahrer somit deutlich erhöht. Ich möchte mich allerdings für weitere Maßnahmen stark machen. Mit Schutzstreifen für Radfahrer auf Preußenstraße, Rheydter Straße und Jahnstraße könnte mit vergleichsweise geringen finanziellen Mitteln ein leistungsstarkes Radwegenetz geschaffen werden.

Die Qualität der Busverbindungen im Stadionviertel hat sich in den letzten Jahren verschlechtert. Wohngebiete wie die Klever Straße sind nur unzureichend an das ÖPNV-Netz angebunden, bei den bestehenden Buslinien ist die Anzahl der Fahrten in den vergangenen Jahren stetig zurückgefahren worden. Ich möchte mich hier für spürbare Verbesserungen einsetzen.

Lärmschutzmaßnahmen:
Verkehrslärm kann Menschen krank machen. Auch im Stadionviertel gibt es Brennpunkte, die konkrete Lärmschutzmaßnahmen erforderlich machen. Die Anwohnerinnen und Anwohner von Selfkantstraße, Quaxpfad und Klever Straße müssen bspw. seit vielen Jahren mit dem Lärm der unmittelbar an den Wohngebieten vorbeifahrenden Züge leben. In allen drei Wohngebieten werden die gesetzlichen Grenzwerte für die Errichtung von Lärmschutzwänden minimal unterschritten. Die Stadtverwaltung muss hier endlich tätig werden und zeitnah Lärmschutzmaßnahmen umsetzen. Auch stark befahrene Straßen wie bspw. der Konrad-Adenauer-Ring müssen mit konkreten Lärmschutzmaßnahmen entschärft werden. Für die dort wohnenden AnwohnerInnen könnte die Lärmbelastung durch die Verlegung von sogenanntem Flüsterasphalt zumindest verringert werden. Die Probleme sind der Stadtverwaltung seit vielen Jahren bekannt, konkrete Maßnahmen lassen allerdings weiter auf sich warten – ich möchte mich auch zukünftig für Verbesserungen einsetzen.

Grünflächen:
Mit Jahnstadion, Stadtwald und Westfeld zeichnet sich die hohe Lebensqualität im Stadionviertel auch durch weitläufige Grünflächen aus. Das 1924 errichtete Jahnstadion ist das identitätsstiftende Zentrum des Neusser Westens und ist durch seine freie Zugänglichkeit von hohem Freizeitwert – insbesondere für Kinder und Jugendliche. Ich möchte mich auch zukünftig für den uneingeschränkten Erhalt dieser grünen Lunge einsetzen. Im Rahmen des durchgeführten Werkstattverfahrens wurden viele zukunftsträchtige Maßnahmen erarbeitet, mit denen das Jahnstadion auch zukünftig eine attraktive Sport- und Freizeitanlage sein könnte. Leider wurde bislang keine einzige dieser Maßnahmen realisiert – was ich zukünftig ändern möchte. Andernfalls hätte ein 60.000 EUR teures Werkstattverfahren letztendlich keine spürbaren Verbesserungen für die Anwohner des Stadionviertels.

Das Westfeld ist der größte zusammenhängende Freiraum der Stadt, wo historische Höfe eingegliedert und damit die Aspekte Wohnen, Erholung und Landwirtschaft integriert werden. Dieser Freiraum hat eine wichtige Funktion als vernetzendes Element der bestehenden großen Grünflächen Hauptfriedhof, Jröne Meerke und Stadtwald. Das Neusser Agenda-Forum „Stadtentwicklung“ hat mit dem Forum „Umwelt“ ein nachhaltiges Stadtentwicklungskonzept für den Neusser Westen erstellt. Das Gebiet westlich der A 57 ist geprägt durch ausgedehnte offene Landwirtschaftsflächen und historische Hofanlagen. Das Konzept sieht eine Verbesserung der Naherholung in diesem Raum durch einen markanten Rundweg als attraktiver Erlebnisweg für Fußgänger, Wanderer und Radfahrer vor. Dabei soll die großzügige Kulturlandschaft, die typisch für diesen Raum ist, erhalten bleiben. Aufwertende Maßnahmen wie wegebegleitende Gehölze, Eingrünung der Gehöfte, Anlage von Ackerrainen und Obstwiesen sollen den Biotopverbund und auch die Erholungsfunktion in Nord-Süd-Richtung stärken. Weitere Baumschulflächen sind nicht wünschenswert. Die Abfalldeponie soll mittelfristig zugänglich gemacht und für die kommerzielle und nicht-kommerzielle Freizeitnutzung geöffnet und in das Westfeld-Konzept mit einbezogen werden. Aus meiner Sicht ein gelungenes und zukunftsweisendes Konzept – für dessen Umsetzung ich mich zukünftig einsetzen möchte.